Gletscher-Stapfen und Schlemmen in Dänemarks erstem Geopark

Dänemark erhält seinen ersten Geopark. Zu finden ist der Geopark Odsherred rund 90 Kilometer nordwestlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen auf Seeland. Hintergrund für die Aufnahme unter die rund 100 offiziellen Geoparks weltweit ist der ungewöhnliche Charakter der Landschaft: Anders als die bisher wenigen Geoparks in Nordeuropa wurde der Geopark Odsherred im Lauf der Erdgeschichte nicht nur von den verschiedenen Eiszeiten geformt – die letzte Eiszeit vor etwa 11.000 Jahren hat die milde Landschaft tatsächlich geschaffen. Zu sehen ist dies unter anderem an zahlreichen Hügeln, Randmoränen, die kaum sonst auf der Welt so gut wie hier erkennbar sind und einen spannenden Kontrast zur 150 Kilometer langen Küste bilden.

Auch der Lammefjord ist ein Überbleibsel der letzten Eiszeit: Das einstige Wassergebiet ist heute eingedämmt und trockengelegt und gilt mit seinem mineralhaltigen Meeresboden als eine der besten Gemüseanbauflächen des Königreichs. Von hier stammen einige der geschmacklich intensivsten Gemüsesorten des Landes – auch das Kultrestaurant Noma in Kopenhagen wird täglich mit frischen Zutaten vom Lammefjord versorgt.

Die Aufnahme des Geoparks Odsherred zum Global Geoparc Network (GGN) erfolgte kürzlich auf einer Konferenz in Kanada. Geoparks stehen unter dem Schutz der Unesco. Urlauber der Ferienregion Odsherred erhalten an geologisch bedeutenden Stellen im Geopark auf neuen Infotafeln Erläuterungen auch in deutscher Sprache.

Weitere Informationen:http://geoparkodsherred.dk sowie http://visitodsherred.de

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